Die richtige Webseite angehen: Homepage Planung und Kosten.

Webseiten sind ein sehr individuelles Produkt. Sie dienen zur Präsentation, zur Werbung und zur Kontaktaufnahme. Oft ist Sie der einzige Bezugspunkt von Kunde zum Unternehmen, und trägt maßgeblich zum Gesamteindruck einer Person oder Institution bei. Man hat nur eine Chance für einen ersten Eindruck und ich selbst bin jemand, der  sich diesen  fast immer online holt. Webseiten sind zwar mitunter kompliziert, aber eigentlich nicht schwer zu durchschauen. Eigentlich sind Webseiten wie Autos.

Webseiten sind wie Autos

Homepages und Autos haben einige grundlegende Dinge gemeinsam, drei davon sind:

  1. Webseiten haben wie Autos Standardteile und Standard Ausführungen, die an persönliche Wünsche angepasst werden.
  2. Webseiten gibt es in allen Preisklassen; die Preisspanne ist meiner Meinung nach identisch mit der von Autos: Von ein paar hundert Euro bis zu hunderttausend Euro und mehr, ist alles möglich.
  3. Je individueller eine Webseite geplant wird, desto teurer ist sie.

Im Gegensatz zu einem Auto kann man als Laie den Aufwand aber nur schwer nachvollziehen. Die Tatsache, dass eine Webseite ein fiktives Produkt ist, macht die Sache komplizierter als sie eigentlich ist.

Jede Webseite besteht aus drei Teilen

Alle drei Teile zusammen genommen ergeben ein vollständiges Seitenkonzept. Jeder Punkt lässt sich mit einer Frage ausdrücken. Klicken Sie auf das Bild, wenn Sie es größer sehen möchten.

Die Fragen sind bewusst aus Sicht des Nutzers formuliert. Das “Bottom up” Prinzip hat sich bei meinen Projekten bewährt. Durch das vorherige Festlegen der Zielgruppe können alle Entscheidungen sinnvoller getroffen werden. Beispielsweise ist die Planung von Funktionen und visueller Darstellung so gezielt möglich, die ohne vorherige Kenntnis/Definition der Zielgruppe häufig zu Raterei führen kann.

Durch diese Aufteilung ergeben sich drei Arbeitsfelder, die Kunde und Webdesigner gemeinsam bearbeiten:

Der Preis einer Webseite

Welcher Typ Webseite sind Sie? Diese Frage müssen Sie sich stellen und für sich beantworten. Möchten Sie Prestige oder reicht Ihnen eine einfache Präsenz? Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto: Wollen Sie einfach von A nach B kommen oder sollen die Leute die Köpfe drehen, wenn Sie an ihnen vorbeifahren? Legen Sie zu Anfang fest welche Linie Sie fahren möchten, entweder für alle der drei eben genannten Punkte oder einzeln pro Punkt. Sie können sich viel Diskussion ersparen, wenn Sie von Anfang an klar machen worauf Sie bei ihrer Webseite Wert legen.

Je nachdem für was Sie sich entscheiden, kann die Webseite auf ganz unterschiedlichen Wegen realisiert werden: Das Design können Sie sich individuell anfertigen oder auf eine Vorlage (ein Template) zurückgreifen lassen. Funktionen können Sie individuell programmieren oder ein bestehendes Skript anpassen lassen. Man kann nicht vorhersagen welche Methode die effektivere ist und deswegen sollten Sie vorher ein Budget festlegen und auch offen legen.

Das Budget offen legen? Über Geld spricht man nicht. Hier sollten Sie aber eine Ausnahme machen aus folgenden Gründen:

  • Bei der Webseiten Erstellung führen viele Wege zum Ziel. Indem Sie ein Budget vorgeben (und klare Ziele definieren), kann sich ihr Gegenüber selbst einteilen wie er ihr Problem löst, ohne die Sorge zu haben sich zu verkalkulieren. Ihren Autoverkäufer lassen Sie doch auch nicht im Dunkeln, was Sie ausgeben möchten. Sie bekommen so schneller ein gutes Ergebnis.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, sie bekommen nicht genug für ihr Geld, können Sie sich immer noch eine zweite Meinung holen und schauen ob Sie an anderer Stelle mehr für ihr Geld bekommen.

Rechnen Sie bei dieser Kalkulation immer die persönliche Komponente mit ein. Eine Webseite ist ein Gemeinschaftswerk, deswegen ist es sehr wichtig, dass Sie sich mit ihrem Webdesigner verstehen.

Das Verwalten einer Webseite

Ist die Webseite einmal erstellt, hört die Arbeit nicht auf. Zu einer funktionierenden Webseite gehört vor allem kontinuierliche, redaktionelle Arbeit. Ein Content Management System (CMS) kann diese Arbeit erleichtern, weil es das Editieren von Inhalten einfacher macht. So ein System kann aber in der Planung bei der Gestaltung und Struktur einer Webseite ein einschränken. Mein persönlicher CMS Favorit ist WordPress, mit dem ich auch diese Seite hier betreibe. Wir haben in unserer Mainzer Agentur außerdem ein spezielles Webseiten Tool entwickelt für Profilseiten, welches von uns in Zukunft auch in größeren Webseiten-Projekten flexibel eingesetzt wird.

Ich hoffe, dieser kleine Einführungstext hilft jedem, der sich mit dem Thema Webseiteplanung beschäftigt weiter.

Ein Comic auf der Seite ‘the Oatmeal’ zeigt anschaulich wie es nicht laufen sollte.

Auf gutes Gelingen :).


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